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9 | 2013

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SERVICE Standards DIN

SERVICE Standards DIN Spezifikation für Carbon Footprint Bild: Carolin Daum/Pixelio KRdL Katalytische Abgasreinigung DieRichtlinie VDI 3476Blatt1dientals Grundlage fürdie Verfahrensauswahl, die Auslegung, den Betrieb sowie die ökologische und ökonomische Bewertung von Katalysatoren und Anklagen zur katalytischen Abgasreinigung. Im Vordergrund stehen Fragen des praktischen Einsatzes des Verfahrens –und zwar ausschließlich instationären Anlagen und Prozessen. Die Richtlinie bildet dieGrundlagen für VDI 3476 Blatt2(oxidative Verfahren) und VDI 3476 Blatt 3(Verfahren zur selektiven katalytischen Reduktion). Die katalytischeAbgasreinigung fürdie Kraftwerksrauchgasreinigung ist in der Richtlinie VDI 3927 Blatt 1beschrieben. VDI 3476 Blatt 1(Entwurf): 2013–05 Der CO 2 -Fußabdruck ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlendioxid-Emissionen, der über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Die internationale Technische Spezifikation ISO/TS 14067 legt die Leitlinien für die quantitative Bestimmung und die Kommunikation des Kohlendioxid-Fußabdrucks eines Produkts (Carbon Footprint) fest. Grundlage sind internationale Normen zur Ökobilanz sowie zu Umweltkennzeichnungen und -deklarationen. Die englischsprachige Vornorm beschreibt, wie die Grenzen einer Ökobilanz von Gütern und Dienstleistungen abzustecken sind, wenn nur die Wirkungskategorie Klimawandel betrachtet wird. Rund 40 Länder und vieleweltweite Organisationen haben ander Spezifikation unter dem Dach der ISO (International Organization for Standardization) mitgearbeitet; die Leitung des Projekts hattedas Deutsche Institut fürNormung. ISO/TS 14067: 2013–05 Beispiel für einen Keramikwabenkatalysator. Bild: Clariant SE DWA Klärschlamm biologisch stabilisieren Die biologischen Verfahren zur Klärschlammstabilisierung werden seit Jahrzehnten nach empirischen Ansätzen bemessen und betrieben.Umder technischen Weiterentwicklung und den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, hatdie DeutscheVereinigung fürWasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) jetzt das Merkblatt DWA-M 368 grundlegend aktualisiert und erweitert. Die Publikation erläutert die wichtigsten biochemischen Grundlagen und gibt –entsprechend dem Stand der Technik –neue, praxisorientierte Empfehlungen fürdie Bemessung und den Betriebvon Anlagen zur biologischen Klärschlammstabilisierung. Auch neue Entwicklungen, wie die Bestrebungen zur weitergehenden Verringerung des Stabilisierungsvolumens oder die Einflüsse einer Klärschlammdesintegration werden betrachtet. DWA-M 386 (Entwurf): 2013–08, Einsprüche bis 31.10.2013 KRdL Weniger Emissionen bei der Serienlackierung Der Hauptzweck von Serienkarosserielackieranlagen ist die Applikation der Oberflächenbeschichtung. Sie besteht aus mehreren Schichten,die in der Lackieranlage in aufeinanderfolgenden Prozessschritten aufgetragen werden. Die Richtlinie VDI 3455 beschreibt Techniken und Maßnahmen zum Umweltschutz bei Anlagen zur Serienlackierung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. VDI 3455: 2013–08 Kontakt 7 DIN: Deutsches Institut für Normung, e.V., Berlin, www.din.de 7 DWA: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, Hennef, www.dwa.de 7 KRdL: Kommission Reinhaltung der Luft imVDI und DIN, Düsseldorf, www.krdl.de 66 UmweltMagazin September 2013

Rezensionen SERVICE Erneuerbare Energien Martina Klärle (Hrsg.) VDE Verlag GmbH, Berlin/Offenbach ISBN: 978–3–87907–518–8 48 Euro Die Umsetzung der Energiewende liegt in der Hand von Kommunen, Landkreisen und Regionen, deren Aufgabe es ist, nachhaltige Konzepte für den Bereich Erneuerbare Energien zuentwickeln und Flächen für die Energieerzeugung zur Verfügung zu stellen. Landmanagement und Geoinformation können hierbei objektive, transparente Entscheidungshil- fen sein. Der erste Teil des Titels „Erneuerbare Energien – unterstützt durch GIS und Landmanagement“ widmet sich den aktuellen bodenpolitischen und planungsrechtlichen Grundlagen der Energiewende sowie der zukünftigen Weiterentwicklung der Planungsinstrumente. Der zweite Teil stellt GIS-basierte Werkzeuge und konkrete Anwen- dungsbeispiele vor, die für die Gebietskörperschaften bei der Umsetzung der Energiewende sehr bedeutend sind. Das Buch richtet sich an Studierende, Wissenschaftler sowie verantwortliche Ingenieure und Planer in den Bereichen Geound Umweltwissenschaften, Stadt- und Raumplanung, Vermessungswesen und Landschaftsarchitektur. Anpassungsstrategien in der Klimapolitik acatech (Hrsg.) Springer Verlag, Berlin/Heidelberg ISBN: 978–3–642–31938–9 19,95 Euro Eine effektive Klimapolitik muss nicht nur unerwünschten Klimawandel vermeiden, sondern auch Anpassungsstrategien umfassen. Diese sollen die negativen Auswirkungen von Klimaveränderungen für Wirtschaft und Gesellschaft mindern. Die Entwicklung neuer Technologien, die weltweit einen Bei- trag zur Anpassung an den Klimawandel leisten können, bietet auch wirtschaftliche Chancen für deutsche Unternehmen. Diese acatech Position stellt spezifische Klimafolgen in sechs Schlüsselbereichen dar, darunter natürliche Ressourcen, Stadtentwicklung, Energie- und Gesundheitsversorgung. Die Risiken und Chancen der Folgen des Klimawandels in Deutschland sollen aufgezeigt und das Bewusstsein für die Bedeutung von Anpassungsmaßnahmen in der gesellschaftlichen Diskussion gestärkt werden. Handlungsempfehlungen sollen zur Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien beitragen. Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz Prof. Dr. jur. Thomas Bunge Erich Schmidt Verlag, Berlin ISBN: 978–3–503–13674–2 54 Euro Das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) geht auf das Übereinkommen von 1998 über den Zugang zuInformationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten sowie auf mehrere EU-Richtlinien zurück. Daes die Verwaltungsgerichtsordnung ergänzt, und sich sein Anwendungsbereich aus dem Recht der Umweltverträglich- keitsprüfung und weiteren Vorschriften ergibt, handelt es sich um eine sehr komplexe Regelung. Das Gesetz soll vor allem die Möglichkeit der Umweltverbände verbessern, behördliche Entscheidungen in Umweltangelegenheiten gerichtlich kontrollieren zulassen. Bei bestimmten gravierenden Verfahrensfehlern gewährt esaußerdem einen Anspruch auf Aufhebung solcher Entscheidungen. Der vorlie- gende Kommentar erläutert die einzelnen Bestimmungen des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes. Dabei geht er auch auf ihre Vereinbarkeit mit den internationalen und europarechtlichen Vorgaben ein. Im Anhang sind darüber hinaus die Vorhabenlisten des Unions- und Bundesrechts zu finden, die maßgebende Bedeutung für den sachlichen Anwendungsbereich des Gesetzes haben. UmweltMagazin September 2013 67

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