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9 | 2014

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WAGO-KOMPONENTEN SORGEN

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Gastkommentar Wassersparen? Ja bitte! Häufige Gewittermit Starkregen haben den Sommer2014inweitenTeilenDeutschlandsgeprägt.Wasser istalso reichlichvorhanden –warum sparen? Globalbetrachtetleben wirhierzulande tatsächlichineinerOase. Trinkwasser istbei uns an jedem Ortinguter Qualität und ausreichenderMenge vorhanden. Trotzjahrzehntelanger Bemühungenist diesjedochnochimmernicht für alle Menschen auf derWeltder Fall. Im Gegenteil: 650 MillionenMenschenhaben nach jüngstenAngaben derWeltgesundheitsorganisation WHO keinenZugangzusauberem Trinkwasser. Auch fürdie Landwirtschaftsteht WasserinweitenTeilender Erde nichtausreichend zurVerfügung. Daherwerdenmit hohemtechnischenAufwand tiefe Grundwasservorkommenangezapft, Stauseen undMeerwasserentsalzungsanlagen gebaut und Abwassersogereinigt, dasseswiederverwendetwerdenkann. Verschärft wirddie Situation durch die wachsendeWeltbevölkerung,den Klimawandel, der sichbesonders in ohnehin schon wasserarmen Regionenauswirkt, sowie denAnbau vonanspruchsvollen Nahrungsmitteln wie Reis anstelle vonHirse und vonbewässerungsintensivenEnergiepflanzen.Nicht zuletztnimmt auch derindustriebedingte Wasserverbrauchdurch die steigendeIndustrialisierung in denSchwellenländernzu. Diese Steigerung überschreitet bei Weitemdie Wassereinsparung durch die Minimierungund Kreislaufnutzung des Brauchwassers,die in unseren hochtechnischenIndustrieanlagen inzwischenerreicht wird. In Anbetracht beschränkter Ressourcen, gestiegenerKosten fürTrink-und Brauchwasser und dergewünschtenhohen Versorgungssicherheitgewinnenmoderne Verfahren zur Wasseraufbereitung, zumSparen vonWasser undzur Kreislaufnutzung jedochzunehmend weltweitanBedeutung. Sollen sie sinnvoll eingesetztwerden, müssen zunächstdie Grundlagen ermittelt werden:Dazuzählt eine sorgfältige Bedarfsermittlung inklusiveunterschiedlicher Zukunftsszenarienebenso wie eine Nutzen-Kosten-Analyse, um die wirtschaftlichste Lösungfrühzeitig zu finden–und zwar bezogenauf die gesamteNutzungsdauer.Neben monetären sindimmerauchSicherheits-, Umwelt- und Naturschutzaspekte in Betracht zu ziehen.ImostrussischenKhabarowsk beispielsweise erwies sicheine Anlage zur unterirdischen Enteisenung und Entmanganisierung vonGrundwasser für die Wasserversorgung dergut 500000-EinwohnergroßenStadt als die wirtschaftlichste Lösung. DieNutzung vonOberflächenwassermussinKhabarowsk zukünftig ausgeschlossenwerden, da es durch KontaminationsquellenimOberlauf zu verschmutzt ist. In vielenbestehendenIndustriekomplexen mangelt es an verfügbaremRaum, sodass Abwasserreinigungs-beziehungsweise -aufbereitungsanlagen minimiert werden müssen,um zwischenbestehende Anlagenteile eingebaut werden zu können. KommendazunochGeruchsprobleme,die eine Einhausung odersogar Luftreinigung erforderlichmachen, steigendie spezifischenKosten fürdie Aufbereitung. Beide Aspekte machenden Einsatz hochtechnischer Aufbereitungsanlagen, die auf die jeweiligen Prozesseausgerichtetsind, notwendig. PlanenmitteleuropäischeIndustrieunternehmenAnsiedlungeninanderenRegionender Erde,stellensie aufgrund derProduktionsmethoden häufig höhereAnforderungen an die Wasserversorgung alssie vorOrt gewährleistetwerdenkönnen. Auch in diesen Fällen sollte dererste Schritt immerdie Minimierung desWasserbedarfs sein.Die Maßnahmen hierfürumfassen die effiziente Wassernutzung und die Reduzierung vonWasserverlusten ebenso wie eine mehrfache Nutzung desWassersmit zwischengeschalteten Aufbereitungsprozessen. AusVerantwortungfür die Umwelt in Verbindung mit unternehmensinternen Umweltstandards muss darüber hinaus das abzuleitende Abwasserdieser Industrieanlagen weitgehend vorOrt gereinigt werden,daesinvielenRegionen(noch) keinenAnschluss an Abwasserreinigungsanlagen für Industrieabwässergibt. Wasserhaben wirreichlich? Nichtimmer– und vorallemnicht überall. DieNotwendigkeit, mit unserer wichtigstenRessource Wasser ökonomischund nachhaltig umzugehen, ist offensichtlich. Dr. Wolfram Tauer, Managing Director Business Line Infrastructure &Water, Arcadis Deutschland GmbH, Darmstadt „DieNotwendigkeit,mit unserer wichtigsten RessourceWasser ökonomisch und nachhaltig umzugehen,ist offensichtlich.“ UmweltMagazin September 2014 3

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