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9 | 2014

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MARKT Produkte und

MARKT Produkte und Verfahren Wasser/Abwasser Lösungen für die nasse Aufbereitung Die USG Umweltservice GmbH & Co.KG, eine Tochtergesellschaft der Doppstadt-Gruppe, bietet neue Lösungsmöglichkeiten für nasse Aufbereitungsaufgaben an. „Wet Solutions“ umfasst die Bereiche Aufbereitung, Separieren und Waschen mit Wasser. Für das letztgenannte Gebiet hat die USG Umweltservice GmbH &Co.KG, auf der Basis der Doppstadt Technologie, Maschinen wie den Waschbär produziert. Ersetzt sich aus der Siebmaschine SM 620 und einem Wascheinsatz, bestehend aus Waschtrommel, Pumpentechnik, Bedüsung und weiteren Bauteilen, zusammen. Einsatzmöglichkeiten bieten sich etwa bei der Wäsche von Sand, Schotter, Kies oder Agrarfolie. Jüngstes Mitglied imMaschinenpark der USG ist die Doppstadt RW 508 mit Dreifach-Funktion. Die Maschine entfernt Steine, wäscht unter anderem Feldfrüchte wie Rüben, Möhren und Kartoffeln, und recycelt das Brauchwasser mit einer integrierten Aufbereitungsanlage für die Wiederverwendung. Sehr gute Wasch- und Separationsergebnisse erzielte auch die Behandlung von Siebüberlauf und Biomasse. Bezogen auf die jeweiligen kundenseitigen Anforderungen entwickelt das Unternehmen aus bestehenden Modulen eine passende Applikation zur Aufbereitung von zum Beispiel Brauch- und Prozesswasser oder zur Schlammentwässerung. Dafür sind Lösungsprogramme verfügbar, die kurzfristig umgesetzt werden können. Für die komplexen Anforderungen werden Produkte wie etwa Sandschnecke, Lamellenklärer, Bogensiebe, Druck-Entspannungs-Flotations-Einheit, Kammerfilterpressen, Zentrifugen sowie Kerzenfiltern angeboten. www.doppstadt.com Messtechnik Trübungsmessung ohne Produktverlust Der Trübungssensor Turbimax CUS52D von Endress+Hauser, Weil am Rhein, überwacht die Qualität von Trink- und Prozesswasser direkt in der Leitung. Selbstreinigungsfunktionen sowie Kalibrierzubehör machen ihn zueinem Komplettpaket für jede Wasseraufbereitung. Auch in klarem Wasser misst der Sensor, nach Unternehmensangaben, geringe Trübung präzise nach ISO7027. Das Gerät ist so konstruiert, dass es von Zu- bis Auslauf in allen Messstellen der Wasserproduktion einsetzbar ist. Mittels des hygienischen Designs lässt essich direkt in Rohrleitungen einbauen. Aufwändige Bypass-Installationen sind nicht mehr erforderlich. Integriert ist eine digitale Memosens-Technologie und eine Werkskalibrierung, sodass der Sensor per Plug&Play in den Prozess installiert werden kann. Eine spezielle Oberfläche soll das Anhaften von Biofilmen Der Trinkwassertrübungssensor als Eintauchvariante und als Variante für den direkten Einbau in Rohrleitungen. und Partikeln verhindern. Gleichzeitig hält das Produkt einem Druck von 10 bar stand, wodurch sich Luftblasen auflösen. Besonders hartnäckige Verschmutzungen löst die Ultraschallreinigung CYR52 von außen. www.de.endress.com Kontakttechnik Ausfallsicherheit erhöhen oder Laststrom verdoppeln Das Eco-Diodenredundanzmodul mit einer Belastbarkeit von je 12,5 Aist 50 mm breit, 130 mmhoch und 92 mm tief. Das andere mit Belastbarkeit von je 40 Aist 83 mm breit, 130 mm hoch und 150 mm tief. Die beiden neuen Eco-Diodenredundanzmodule der Wago Kontakttechnik GmbH &Co. KG aus Minden enthalten zwei leistungsstarke Diodenstränge mit einer Belastbarkeit von je 12,5 A(787–783) beziehungsweise 40 A (787–785). Bei redundanter Auslegung wird die Verfügbarkeit der Maschine oder Anlage gewährleistet, weil im Service-Fall der Austausch eines Netzgerätes im laufenden Betrieb erfolgen kann, also ohne Produktionsstillstand. Der Ausfall einer Versorgung wird über die frontseitig platzierten LED signalisiert. Alternativ zum redundanten Aufbau kann durch Parallelschaltung der Netzgeräte der Laststrom verdoppelt werden. Der Eingangs- und Ausgangsspannungsbereich der Eco-Diodenredundanzmodule ist weit gefasst: Er liegt zwischen 9und 54 Vund deckt damit die in der Praxis üblicherweise verwendeten Spannungen von 12 V, 24 V, 48 Vab. Dadurch sind die neuen Geräte für vielfältige Anwendungsbereiche geeignet. Die beiden Eco-Diodenredundanzmodule sind konturengleich zuden Epsitron-Eco-Netzgeräten von Wago, können aber auch mit beliebigen anderen Stromversorgungen betrieben werden. Die integrierten Betätigungshebel gestalten den Leiteranschluss komfortabel und zeitsparend, weil die Klemmstellen werkzeuglos geöffnet und geschlossen werden können. Unabhängig vom Bediener stellt die Cage- Clamp-Anschlusstechnik sicher, dass stets die richtige Kontaktkraft anliegt und deshalb auch bei starken Vibrationen eine optimale elektrische Verbindung gewährleistet ist. www.wago.com 30 UmweltMagazin September 2014

Projekte MARKT Leverkusen Weniger Energieverbrauchbei derChemieproduktion Der Werkstoffhersteller Bayer MaterialScience benötigt künftig für den größten Teil seiner globalen Produktion deutlich weniger Energie. Möglich macht dies ein vom Unternehmen selbst entwickeltes Energiemanagement-System, dessen Einführung jetzt abgeschlossen wurde. Damit lässt sich der individuelle Verbrauch inden Produktionsanlagen steuern und im Schnitt umein Zehntel verringern. Dies ermöglicht zugleich Einsparungen an CO 2 -Emissionen. Das System namens STRUCTese kann in Lizenz auch von anderen Unternehmen genutzt werden. Bayer Material- Science hat die neue Methode seit 2008 schrittweise eingeführt. Sie ist jetzt in60Anlagen in Europa, Asien und Amerika installiert, indenen die meiste Energie im Unternehmen verbraucht wird. Zuletzt wurde ein Betrieb amchinesischen Standort Shanghai damit ausgerüstet, in dem die Chemikalie TDI hergestellt wird, ein wichtiges Vorprodukt für weichen Polyurethan- Schaumstoff. Insgesamt wurden so pro Jahr bereits mehr als 1,2 Millionen Megawattstunden Primärenergie eingespart. Parallel ist der Ausstoß an Kohlendioxid umjährlich gut 360 000 Tonnen gesunken. Bis 2020 soll das Einsparvolumen dank des Managementsystems noch auf rund 750 000 Tonnen steigen. Insgesamt will Bayer bis dahin die CO 2 -Emissionen jeTonne verkauftes Material um 40 Prozent verringern, während die Energieeffizienz ebenfalls gegenüber dem Jahr 2005 um 30 Prozent zunehmen soll. Mit dem Steuerungssystem wird der aktuelle Energieverbrauch einer Anlage permanent erfasst und lässt sich auf einen individuellen Optimalwert anpassen. Die nach der Auch am chinesischen Standort Shanghai wird das Energiemanagement-System STRUCTese eingesetzt. Denios Webserver in Europas grünstem Rechenzentrum Norm 50001 zertifizierte Methode zählt nach Angaben der Auditierungsgesellschaft DQS zu den am besten konzipierten und etablierten Energiemanagement-Systemen in der Chemiebranche. Sie wird auch bereits außerhalb von Bayer MaterialScience genutzt und soll nach Abschluss der ersten Einführungsphase noch in weiteren Anlagen implementiert werden. Geplant ist der Einsatz ineiner besonders umweltfreundlichen TDI-Großproduktion, die Ende des Jahres am Standort Dormagen inBetrieb genommen werden soll. Dort setzt das Unternehmen auch ein neues Herstellungsverfahren ein, das den Energiebedarf um 60 Prozent senkt. Diese Gasphasen-Technologie hat Bayer MaterialScience ebenfalls selbst entwickelt. www.materialscience.bayer.com Die Webserver der Denios AGstehen im Rechenzentrum datadock im französischen Straßburg. Teil der Unternehmensphilosophie der Denios AGaus Bad Oeynhausen ist es, selbst soumwelt- und ressourcenschonend wie möglich zu produzieren. Der Umzug der Webserver ins französische Straßburg in das Rechenzentrum datadock des Anbieters internet24 GmbH/PlusServer AG folgt dieser Philosophie. In drei Jahren Planung und Bauzeit und mit einem Gesamtbudget von über 17 Millionen Euro ist hier ein umweltfreundliches, modernes Rechenzentrum entstanden. Bei der Planung des Rechenzentrums lag das Augenmerk von Anfang an auf einer besonderen Energie-Effizienz, um die Umwelt zu schonen sowie die Betriebskosten zu senken. Daher hatte auch die Tatsache, dass das Gebäude ineinem der grundwasserreichsten Areale Europas steht, Einfluss auf die Wahl des Standorts. Das eröffnete dem Betreiber die Möglichkeit, eine umweltfreundliche Brunnenkühlung in das Rechenzentrumskonzept zu integrieren. Auf diese Weise konnte der Energieverbrauch des datadock soniedrig gehalten werden, dass es als Europas grünstes Rechenzentrum ausgezeichnet wurde. In keinem europäischen Rechenzentrum wird derzeit weniger Energie- Overhead verbraucht. Normalerweise müssen über 60 Prozent der Energie, die ohnehin für den Betrieb der IT benötigt werden, zusätzlich für die RZ-Infrastruktur aufgewendet werden. Imdatadock sind es nur etwa 21Prozent Overhead. Dies entspricht weit über 25 Millionen kWh Energieeinsparung pro Jahr bei Vollauslastung und fast 24 Millionen Kilogramm weniger CO 2 -Ausstoß. www.denios.de 31 UmweltMagazin September 2014

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