Aufrufe
vor 4 Jahren

9 | 2014

  • Text
  • Wasser
  • September
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Anlagen
  • Millionen
  • Deutschland
  • Betrieb
  • Umwelt
  • Energie

MARKT Projekte Rossdorf

MARKT Projekte Rossdorf Ölemulsionen aus Dieselkraftwerken reinigen EnviroChemie hat kürzlich Kompaktanlagen zur Abwasserreinigung in EnviModul-Modulbauweise nach Pakistan, Kenia, Marokko und Ecuador geliefert. Das Abwasser stammt jeweils aus schwerölbetriebenen Dieselkraftwerken, die Großdieselmotoren zum Antrieb der Generatoren nutzen. Das hier eingesetzte, in unterschiedlicher Qualität vorliegende Schweröl, wird vor der Verwendung aufbereitet. Dabei fallen stark ölhaltige Abwässer an. Die gelieferten Kompaktanlagen basieren auf dem Verfahrensprinzip der Flockung und Druckentspannungsflotation mit vorausgehender statisch-mechanischer Öltrennung über eine Skimmeinrichtung und mit einem nachfolgenden Hochleistungsabscheider, entsprechend DIN 1999 zur Abtrennung freier Öle. Das Abwasser wird anschließend der Druckentspannungsflotation der Kompaktbaureihe Lugan zugeführt, wodurch Emulsionsspaltung und nachgeschaltete Flotation der Ölgehalt auf >> Die Dörentrup Quarz GmbH &Co. KG wird mit 483 000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums eine neue umweltfreundliche Feinsand-Rückgewinnungsanlage in Verbindung mit innovativen Sandaufbereitungstechniken anschaffen. Mit der Investition können von 1,924 Millionen Tonnen Rückstandsmaterial etwa 480 000 Tonnen an Feinsanden zurückgewonnen werden. www.doerentrup.de >>> Die Aesculap AG in Tuttlingen, ein Unternehmen aus dem Bereich der Medizintechnik hat imletzen Jahr eine Recycling- und Entsorgungsstation für Prozesswasser- und Abwasseraufbereitung in Betrieb genommen, die zudem die in der Metallverarbeitung anfallenden Späne edler Metalle bis hin zu Titan einer Wiederverwertung zuführt. Die Leiblein GmbH aus Hardheim, wurde mit der Konzeption und Realisierung dieser Abfall-Station betraut. Damit ist eine Anlage entstanden, die mit umweltschonenden Verfahren ein Maximum an Effizienz erzielen kann. www.leiblein.de >>> Ikano Pte Ltd, Inhaber der IKEA Zentren in Singapur, und Phoenix Solar Pte Ltd, die in Singapur ansässige Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG sorgen vom Dach einer Megamall in Bangkok gemeinsam für mehr Grünen Strom imthailändischen Netz. Das in Sulzemoos bei München ansässige Unternehmen war mit der Planung, Lieferung und Errichtung der 8000 m² großen Anlage auf dem ausgedehnten Dach der Mall betraut, für die knapp 4000 REC Panels verbaut wurden. Das System mit einer Nennleistung von 999 Kwp soll soviel grüne Energie liefern, wie rund 200 thailändische Haushalte an Strom benötigen. www.phoenixsolargroup.de >>> Die PlanET Biogas UKLtd. hat jüngst die fünfte britische Biogasanlage in Betrieb genommen. Die 1,5 MW Anlage befindet sich auf dem Betriebsgelände Melton Ross der Singleton Birch Ltd. in North Lincolnshire. Das auf die Förderung und Verarbeitung von Kalk spezialisierte Unternehmen stellt künftig 40 Prozent des benötigten Energiebedarfs für seine stromintensiven Produktionsstätten aus Bioenergie sicher. Vier Landwirte aus der unmittelbaren Umgebung liefern die jährlich 30000 Tonnen Substrat. www.planet-biogas. com 32 UmweltMagazin September 2014

Technische Hochschule Mittelhessen Gärtrommel zur Erzeugung von Biogas Aneinem neuen Verfahren zur Biogaserzeugung aus Abfällen arbeiten Forscher der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei der Entwicklung einer Gärtrommel kooperieren sie mit der Kompostierungsanlage Brunnenhof und dem Ingenieurbüro Dr. Geipert aus Biebesheim zusammen. Bei der Vergärung von Biomasse entsteht mit Hilfe von Bakterien Biogas, das als Energieträger verwendet werden kann. Hierzu werden heute Fermenter in Garagen- oder Siloform, die mit strukturreichem stapelbarem Substrat befüllt werden, und verschiedene Reaktoren mit Rührwerken eingesetzt, die strukturarmes Material benötigen. Garagenfermenter haben einen relativ geringen Ertrag, dadie Biomasse nicht durchmischt wird. Fermenter mit Rührwerken sind technisch aufwändig und haben einen hohen Verschleiß. Vergärungsanlagen, die sowohl strukturreichen Ernteabfall und Mist als auch Schlämme, Flüssigkeiten und pastöse Speisereste verarbeiten können, gibt es auf dem Markt nicht. Die neu zu entwickelnde Gärtrommel mit einer Länge von bis zu30und einem Durchmesser von bis zu6Metern soll für alle Bioabfälle und organische Reststoffe geeignet sein. Sie besteht aus einem Hohlzylinder, der an zwei gegenüberliegenden Stirnseiten abgeschlossen ist. Der Fermenter ist drehbar gelagert. Die Drehbewegung des großvolumigen Reaktorbehälters inVerbindung mit Mischwerkzeugen ander Trommel- Eine gute Durchmischung der Biomasse ist Voraussetzung für einen hohen Biogasertrag. Mit einem Labormodell optimieren studentischen Mitarbeiter das Verfahren. wand soll zueiner optimalen Materialdurchmischung und damit zu einem hohen Gasertrag führen. Die Trommelform und der Verzicht auf ein innenliegendes Rührwerk erlauben, nach Angaben der Forscher, eine energieeffiziente Durchmischung bei sehr geringem Materialverschleiß. Die entwässerten Gärrückstände sollen zu Kompost weiterverarbeitet werden. Basis des neuen Trommelfermenters ist eine Rottetrommel, die sich in Biebesheim seit 15Jahren für die Kompostierung bewährt hat. Die Partner sehen für ihre Neuentwicklung ein großes Marktpotenzial. Laut einer Studie des Wiesbadener Umweltministeriums fallen in Hessen aktuell eine halbe Million Tonnen Bioabfälle an. Davon werden nur 15 Prozent inVergärungsanlagen genutzt. Das Forschungsvorhaben hat ein Gesamtvolumen von 377 000 Euro und wird im Rahmen der Förderlinie 3der hessischen „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (Loewe) unterstützt. Damit bezuschusst die Landesregierung Projekte, bei denen Hochschulen mit kleinen und mittleren hessischen Unternehmen zusammenarbeiten. www.thm.de EU Umweltfreundlichere Flughäfen durch neue Software Flughäfen können dank eines neu entwickelten Software- und Sensorensystems Energiekosten und ihren Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids jeweils um 20 Prozent senken. Mit Fördergeldern der EU-Kommission konnten europäische Wissenschaftler technische Lösungen finden, die gezielt energetische Schwachstellen wie etwa falsch eingestellte Technik an Flughäfen anzeigen. Von deutscher Seite ist die in Freiburg ansässige PSE AG(Projects in Solar Energy) an der Entwicklung beteiligt. Daneben arbeiten Italien, Irland und Serbien mit andem Projekt. Die EU stellt dafür Fördermittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro bereit. Das neue System könnte abnächstem Jahr an den Start gehen. Derzeit wird es auf den italienischen Flughäfen in Rom (Fiumicono) und Mailand (Malpensa) erprobt. Das neue System heißt Cascade und wird auf diesen italienischen Flughäfen mindestens 6000 MWh Energie einsparen helfen, was 42 000 Tonnen CO 2 und 840 000 Euro pro Jahr entspricht. Die Software erkennt, laut Nicolas Réhault, dem Koordinator des Projekts Cascade amFraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg, Schwachstellen, wie zum Beispiel eingeschaltete Ventilatoren, die gar nicht gebraucht werden, gleichzeitiges Heizen und Kühlen, Einstellungsfehler und andere. Sie kann dann den zuständigen Teams Korrekturmaßnahmen vorschlagen, etwa ein Rücksetzen der Regler oder den Austausch defekter Sensoren. Das Projekt erhält Fördermittel aus dem siebten EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung. Das neue EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 lässt mit einer Mittelausstattung von 80 Milliarden Euro für die kommenden sieben Jahre auf noch größere Durchbrüche hoffen. http://ec.europa.eu UmweltMagazin September 2014 33

Ausgabenübersicht