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9 | 2014

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ORGANSCHAFTEN VDI/ZRE

ORGANSCHAFTEN VDI/ZRE Expertenforum Bewertungskriterien für Ressourceneffizienz Unternehmen, die ressourceneffizient produzieren, senken langfristig ihre Kosten und schonen dabei die Umwelt. Das Fehlen einer einheitlichen Definition von Ressourceneffizienz und darauf basierender, anerkannter Bewertungsmaßstäbe machte es bisher jedoch schwierig zu messen, wie ressourceneffizient die Produkte oder Prozesse eines Unternehmens sind. Abhilfe soll die neue VDI-Richtlinie VDI 4800 Blatt 1„Ressourceneffizienz; Methodische Grundlagen, Prinzipien und Strategien“ mit einer abgestimmten Methodik für die Bestimmung der Ressourceneffizienz schaffen. Die Erarbeitung der Richtlinie wurde vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz, dem bundesweit agierenden Kompetenzzentrum imAuftrag des Bundesumweltministeriums, begleitet. Diese Richtlinie sei ein wichtiger Meilenstein“, soGeschäftsführer Dr. Martin Vogt. Erstmalig haben Experten gemeinsam eine Definition und eine einheitliche Bewertungsmethodik erarbeitet. Als Anregung für Unternehmen werden Die Teilnehmer des Expertenforums v. l. n. r.:N.Pastewski, Festo AG; C.Oberender, VDI ZRE; M. Schmidt, Hochschule Pforzheim; J. Kosmol, UBA; B.Bongardt, NABU; J. Giegrich, IFEU-Institut; A. Niebaum, VDI ZRE; H. Wendenburg, BMUB; M. Vogt (vorne) VDI ZRE; R. Appel, VDI e.V.;R.Kaiser BMUB und H. Rohn, Wuppertal Institut am Ende der Richtlinie zahlreiche Strategien vorgestellt, mit denen sich betriebliche Ressourceneffizienzpotenziale erschließen lassen. Unternehmen bekommen neben den methodischen Grundlagen damit auch Beispiele präsentiert, wie sich Ressourceneffizienz konkret in die Praxis umsetzen lässt. Die VDI 4800 Blatt 1bildet den Auftakt für die neue Richtlinienreihe zum Thema. Weitere Blätter zuden Fragestellungen des Rohstoffaufwands, Bewertungsindikatoren von Umweltwirkungen und Ressourceneffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen sind, neben der bereits seit vielen Jahren bestehenden Richtlinie zum Kumulierten Energieaufwand, bereits in Arbeit. Weitere Informationen können unter www.vdi.de/4800–1 eingesehen werden. Bild: VDI Informationsveranstaltung Planung, Bau und Betrieb von Holzpelletfeuerungsanlagen Der VDI veranstaltet gemeinsam mit der Energieagentur.NRW eine Informationsveranstaltung über Planung, Bau und Betrieb von Holzpelletfeuerungsanlagen bis 500 kW. Schwerpunkt der Veranstaltung, die am28. Oktober 2014 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Bonn stattfindet, sind die Inhalte der Richtlinien VDI 3464 und VDI 6012 Blatt 2.1. Aufgrund des zwingend notwendigen sparsameren Umgangs mit fossilen Energieträgern gewinnen Biomassefeuerungsanlagen, wie etwa mit Holzpellets für die Wärmeversorgung von Gebäuden, zunehmend an Bedeutung. Den aktuellen Stand bei Planung, Bau und Betrieb von Holzpelletfeuerungen fassen zwei neue VDI-Richtlinien zusammen, die vor Ort vorgestellt werden. Mit der VDI 6012 Blatt 2.1 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude –Thermische Systeme – Biomassefeuerungsanlagen“ und der VDI 3464 „Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher –Anforderungen an das Lager sowie Herstellung und Anlieferung der Pellets unter Gesundheits- und Sicherheitsaspekten“ stehen allgemein anerkannte Planungsinstrumente zur Verfügung. Fachplaner, Bauherren, Investoren, Betreiber, Energieberater und Schornsteinfeger finden hierin die notwendigen Informationen, umdas Heizungskonzept fachgerecht auszulegen. Die Referenten geben einen Überblick zum aktuellen Stand der Technik, und es besteht die Möglichkeit, konkrete Problem- und Fragestellungen zu diskutieren. Die Veranstaltung ist als Fortbildung bei der Ingenieurkammer-Bau NRW und der Architektenkammer NRW anerkannt. Inhaltlich wird sie durch die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN sowie die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik gestaltet; koordiniert wird die Tagung von der EnergieAgentur.NRW. Die Online-Anmeldung kann über den folgenden Link erfolgen: www.energieagentur.nrw.de/17543. Bild: Weisflog 54 UmweltMagazin September 2014

VDI 4650 Blatt 1 Expertenforum zur Richtlinie Berechnung der Jahresarbeitszahl von Elektrowärmepumpen zur Raumheizung und Warmwasserbereitung Bild: Bundesverband Wärmepumpe Die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt lädt am 2. Dezember 2014 nach Düsseldorf zueinem Expertenforum zur neuen, in 3. Auflage bis Ende 2014 erscheinenden Richtlinie VDI 4650 Blatt 1, ein. Die Richtlinie thematisiert Elektro-Wärmepumpen zur Raumheizung und Trinkwarmwasserbereitung inWohngebäuden. Die erste Ausgabe erschien im Jahr 2003; sechs Jahre später folgte eine überarbeitete Ausgabe. Umden technischen Fortschritt wie andere Kältemittel, Verdichter-Technologien oder Leistungsregelung besser abzubilden, wurden auf Basis der Ergebnisse der Feldmonitoring-Projekte des Fraunhofer-Instituts für solare Energieforschung ISE, Erkenntnisse aus der Praxis in die Berechnungen in die Neuausgabe aufgenommen. Sie bietet ein einfach zu handhabendes, aber genaues Verfahren zur Berechnung der Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Dirk Franz Franzen Postfach 101139 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpenanlagen. Die VDI 4650 Blatt 1beinhaltet neubearbeitete Berechnungsverfahren und Ausgangswerte. Ferner behandelt sie neue Themen wie Hocheffizienzpumpen, leistungsgeregelte Wärmepumpen, Trinkwassererwärmung (geändertes Berechnungsverfahren) und Solarunterstützung. Darüber hinaus geht sie auf die Kühlung, die primärenergetische Bewertung und deren regenerativen Anteil aufgrund von Anpassungen geänderter europäischer Normen ein. Die Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpenanlagen sind notwendige Ausgangsdaten, umdie Effizienz solcher Anlagen, die zu erwartenden Heizkosten, den Primärenergieverbrauch sowie der CO 2 -Emissionen berechnen zu können. Beim Vergleich von Jahresarbeitszahlen ist genau darauf zu achten, dass die Bilanzgrenzen exakt eingehalten werden müssen, denn hier sind im Allgemeinen die größten Unstimmigkeiten zu suchen. Programm und Anmeldung unter www.vdi.de/progwaermepumpen2014. Novelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz VDI sieht großen Handlungsbedarf Aus Sicht des VDI ist die Novelle des EEG nicht der große Wurf. Wichtige Herausforderungen bleiben ungelöst. Der Verein begrüße, dass sich Bundesregierung und Bundestag nach schwierigen Verhandlungen geeinigt haben, wesentliche Elemente des EEG beizubehalten, soVDI-Direktor Ralph Appel. Bewährt haben sich vor allem der vorrangige Netzanschluss und die Abnahmepflicht für regenerativen Strom sowie Strom aus Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen). Auch der abgabenfreie Eigenverbrauch imAnlagenbestand, flankiert durch eine Weiterentwicklung der Direktvermarktung, sind wichtige Komponenten des zukünftigen EEG. Der VDI begrüßt ausdrücklich, dass kleine Photovoltaik- und KWK-Anlagen nicht mit der EEG-Umlage belastet werden. Die vorgesehene Belastung von selbstverbrauchtem Strom bei Anlagen mit regenerativen Energieträgern und KWK-Anlagen größer als 10KWkonterkariert nach Auffassung des VDI jedoch die Ziele der Energiewende. Bei der Umstellung der Energieversorgung auf überwiegend Erneuerbare Energien werden KWK-Anlagen als flexible Partner benötigt, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Diese vermindern die Verluste in der Stromübertragung durch die Eigenversorgung von Objekten, denn sie werden inder Nähe von Lastzentren mit hohem Wärmebedarf betrieben, wozeitgleich auch Strom in entsprechendem Umfang benötigt wird. Das neue EEG ist an dieser Stelle jedoch kontraproduktiv, daesdie Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen verschlechtert. Im Bereich Windenergie sieht der VDI angesichts der noch zu durchlaufenden Lernkurve auch zukünftig Handlungsbedarf, vor allem im Offshore-Bereich. Hier sind große Investitionen notwendig und die Zeiträume zwischen Investitionsentscheidung und Inbetriebnahme sind besonders lang. Um den Ausbau der Offshore-Windkraft imnotwendigen Ausmaß voranzubringen, Trotz Novelle bleiben wichtige Fragen zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz ungelöst. ist eine größere Investitionssicherheit notwendig als sie im Gesetz vorgesehen ist. Die Höhe der Einspeisevergütung sollte anden Zeitpunkt der Vergabe der Netzkapazität oder an den der Investitionsentscheidung gekoppelt werden, damit eine Planungssicherheit erreicht wird. Nach Auffassung des VDI trägt das neue Gesetz auch dem Systemgedanken nicht ausreichend Rechnung. Das EEG sei bislang darauf ausgerichtet, durch Anreize die Technologieentwicklung zu unterstützen, so Appel. Umdie Effizienz des Energiesystems zu erhöhen, müssen zusätzlich auch systemische Zusammenhänge stärker berücksichtigt und die einzelnen Energiemärkte und -technologien besser miteinander vernetzt werden. Vor allem die Entwicklung und der Ausbau der Netze sowie der Speicher, die zentrale und dezentrale Energieerzeugung, das Lastmanagement sowie die Kopplung des Stroms mit anderen Energiesystemen, wie Gas- und Wärmenetze, müssten besser aufeinander abgestimmt werden. Hier besteht trotz Novellierung weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Bild: Audacia/Pixelio UmweltMagazin September 2014 55

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